Internationaler Wettbewerb für Kunstvideo 2011 in Landau
Die Stadt Landau an der Isar wird in diesem Sommer um eine Attraktion reicher: am
16. Juli 2011 findet der Wettbewerb für Kunstvideo statt - mit Werken von Künstlern aus aller Welt.
Die Idee
Die Idee, in Landau einen internationalen Kunstvideo Wettbewerb zu etablieren, kam von Janna Riabowa, Künstlerin, Kuratorin und Initiatorin des Galerie-Projekts Bananapark in Landau. Gemeinsam mit Till Bollwage, Vorsitzender von proArt, Verein zur Förderung von Kunst und Kultur e.V., Landau, hat sie ihre Idee wahr gemacht und einen internationalen Wettbewerb für Videokünstler ausgeschrieben. Grundkonzept: Die filmische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten eines vorgegebenen Themas. „Wir fanden es interessant, die Sicht von Künstlern aus verschiedenen Kulturkreisen auf ein und dasselbe Thema zu sehen. Dabei haben wir die Form von bewegten Bildern gewählt, weil statische Bilder die Ausdrucksmöglichkeit oft einschränken“, so die Organisatoren.
Das Thema
Die Zukunft fasziniert die Menschen. Sie verbinden sie mit Hoffnungen oder auch mit Befürchtungen.
Und sie hat, wie Robert Jungk sagt, schon begonnen.
Die Triebe und Motive des Menschen bestimmen in einem gewissen Maße alle zukünftigen Entwicklungen.
Wir entwickeln Technologien, um unsere Bedürfnisse besser und leichter befriedigen zu können. Was in der Geschichte der Pflug, die Druckmaschine, die Elektrizität und die Eisenbahn waren, sind heute Zukunftsfaktoren wie die zunehmende Computerleistung, Kernkraft, Internet, künstliche Intelligenz, regenerative Energien und Biotechnologien wie pränatale Diagnostik. Sie und viele andere technologische Zukunftsfaktoren verändern
das menschliche Leben.
Die Zukunft hat schon begonnen: die Globalisierung wird in allen Lebensbereichen von Ökonomisierung geprägt, die bei vielen Menschen Angst und ein Gefühl der Ohnmacht auslösen. Arbeitsplätze werden in andere Länder verlegt oder wegrationalisiert. Täglich werden 3.400 Milliarden Dollar durch gigantische virtuelle Kapitaltransaktionen um den Globus gejagt, ein digitaler Turbokapitalismus total und global.
Vieles was die Zukunft bringt, bereiten wir in der Gegenwart schon vor. Durch industrialisierte Landwirtschaft und Gentechnik, die Nahrung für alle Menschen verspricht, nimmt die Vielfalt der Arten im Tier und Pflanzenreich
stetig ab. Sauberes Trinkwasser und alle anderen Rohstoffe werden immer weniger. In weniger als 80 Jahren werden unsere natürlichen Lebens- und Produktionsgrundlagen verbraucht oder zerstört sein.
In Literatur und Film werden Utopien und Fiktionen bereits in der Gegenwart diskutiert. Sie schildern,
wie sich Motive, Ziele und Bedürfnisse der Menschen verändern und nehmen zukünftige Entwicklungen vorweg.
Das Thema „Zukunft“ ist zum Thema unzähliger futuristischer, hochkomplexer, intellektuell und optisch
betörender Computerspiele, so wie Filme geworden - von Metropolis bis zu Avatar.
Wird sich Utopie und Science-Fiction von der Kinoleinwand lösen und Wirklichkeit werden? Was erwartet uns
in den nächsten hundert Jahren: unsichtbare Computer in allen Bereichen des Lebens, Kleidung, die unsere Gesundheit überwacht, Designerkinder, künstliche Organe, Heilbarkeit von Krebs, Verdopplung unserer Lebenserwartung, Reparatur von Genen und denkende Maschinen, die intelligenter sind als ihre Erbauer? Künstliche Intelligenz, Produktion neuer Lebewesen, unsterbliche Menschen, Reise zu allen Planeten unseres Sonnensystems, Überwindung von Zeit und Raum?



